Pałac Wąsowo

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Der am Gebiet des englischen Parks liegende Palais Wąsowo verdankt seine Einzigartigkeit seiner Geschichte. Dank ihr ist der Ort mysteriös und legendär und die prachtvolle neugotische Architektur, wie auch die Nähe der uralten Bäumen steigern diese Atmosphäre. Falls Sie einen Ort mit Seele suchen, lohnt es sich bei uns vorbeizukommen. Wir garantieren nicht nur eine naturnahe Erholung, sondern auch eine hervorragende, auf ökologischen Produkten und traditionellen Geschmäcken basierende Küche.
Der Palaiskomplex befindet sich in privaten Händen. Er ist sorgfältig renoviert und als Konferenz- und Hotelzentrum adaptiert worden. Es finden hier: Firmentreffen, Hochzeitsfeiern, verschiedene Feierlichkeiten, Taufen oder Erstkommunionen statt.
Der Hotelkomplex besteht aus: den zu Sehenswürdigkeiten zählenden Palais der Familien Hardt und Sczaniecki, mit den stilvoll ausgestatteten Zimmern und Apartments, Gärtner- und Pförtnerhäusern, wovon besonders die Rustikal-Liebhaber begeistert sein werden und einen Hof mit drei Holzhäusern, Mini-ZOO und Kornkammer, wo verschiedene Treffen und Hochzeitsfeiern im Natur-Stil veranstaltet werden können.

wesele poznań
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Sehenswerte

Objekte
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Schloss von Hardt
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Prachtvoller, zu den Sehenswürdigkeiten zählender, neugotischer Palais. Die größte Wąsowo-Attraktion liegt auf der 50 ha große englische Parkanlage.

Schloss der Szczanieckichs
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Aus dem XVIII Jh. stammender barock-klassizistischer Palais, der einst Eigentum der adeligen Familie Szczaniecki gewesen worden ist. Dieses Gebäude ist im Palaiskomplex das altäste.

Gärtnerhaus
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Über hundertjähriger, am Anfang des XX Jhs. entstandene Verlag mit der Lage in der nahen Nachbarchaft der Pferdestall.

Schlossbauernhof and Getreidespeicher
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Separates Gebiet mit drei Holzhäusern, Mini-ZOO und der „Spichlerz” („Kornkammer”) genannten Hochzeitssaal im rustikalen Stil.

Galeria

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Die Geschichte

von Schloss Wąsowo
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Vor siebenhundert Jahren, im Mittelalter, als noch der Urwald den größten Teil von Großpolen bedeckte, brachten die Benediktiner-Mönche aus Lubin Ansiedler auf die Westgebiete Großpolens, damit diese hier im Urwald eine Siedlung gründen und die Erde urbar machen sollten. Das stolze und arbeitsame Volk vergalt es rasch seinen Wohltätern, rodete das Dickicht und baute Häuser. Das Dorf, welches hier entstanden ist, wurde vielleicht auf Grund des Aussehens seiner Einwohner (“wąs” bedeutet Schnurbart) – Wonsowo genannt.

Kaum hundert Jahre später gehörte das Landgut schon dem Ritter Paweł aus Niegolewo, einem Mitglied eines hochverdienten großpolnischen Stamms. Das Gut Wąsowo befand sich in den kommenden Jahrhunderten in den Händen mehrerer adeliger großpolnischen Familien wie die der Rogowski, Zakrzewski oder Raczyński.

1781 wurde das Anwesen von Sylwester Sczaniecki, dem Starosten aus Środa und dem Abgeordneten des Parlaments der Republik Beider Nationen erworben.

In den Jahren 1781-1786 erbaute er in Wąsowo ein barock-klassizistisches Schloss – der Familiensitz des Adelsgeschlechts Sczanieckich. Dieses bis heute erhaltene Schloss ist eine typische großpolnische Residenz aus dem Ende des XVIII. Jh.

Von der vergangenen Herrlichkeit der Besitzer zeugt heute die dreieckige Frontfasade mit den Wappen der Familien Sczaniecki (Ossoria) und Skórzewski (Ogończyk). Eine Sehenswürdigkeit ist auch die schöne Kapelle in Form einer Rotunde, die in den Jahren 1781-1786 in der Nähe vom Schloss erbaute wurde.

Infolge geschichtlicher Umwälzungen verarmten viele polnische Familien, auch die Sczanieckis. Auf dem Wege der obligatorischen Einlösung wurde auch das verfallene Landgut im Jahre 1860 von Ludwik Lewinka, einem Händler aus Tuchola, gekauft und anschließend an dem Berliner Kaufmann Richard von Hardt verkauft. Der neue, mit den romantischen Legenden des Mittelalters von Kindheit an vertraute Besitzer erbaute in den Jahren 1870-72 nach dem Projekt des bekannten Berliner Architekten Gustav Erdmann ein prächtiges Gebäude im Stil der Schlösser dieser Epoche. Nach dem Tod Richard von Hardts im Jahre 1898 (beerdigt im Park Wąsowo) wurde das Anwesen in Wąsowo und den umliegenden Landereien: Chraplewo und Głuponie – Majorat von seinem Sohn Friedrich Wilhelm von Hardt (1855-1938) beerbt. Kurz vor 1900, als eine Nachricht über den geplanten Besuch des Kaisers Wilhelm des II. in Wąsowo vernommen wurde, erfolgte ein großer Ausbau der neuen Residenz. Der neu angebaute Flügel, ein repräsentativer Eingang und der umgebaute Turm begründen die Atmosphäre eines neogotischen Schlosses mit vielen Geheimnissen und Legenden.

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Der neue Besitzer wurde nach dem Tod Friedrich Wilhelms im Jahre 1938 sein ältester Sohn Richard von Hardt (1882-1945), der in Wąsowo beim Durchmarsch der Sowjettruppen ums Leben kam. Nach dem II. Weltkrieg wurden Haus und Gut Wąsowo verstaatlicht und auf dem Gelände gründete man einen staatlichen Landwirtschaftsbetrieb.

Seit 1995 befindet sich Schloß Wąsowo in Privatbesitz. Alle Gebäude wurden sorgfältig renoviert und als Restaurant und Hotelkomplex eingerichtet.

Am  Samstag den 19. Februar 2011 ist das Schloss ein Raub der Flammen geworden. Ein verheerendes Feuer zerstörte den größten Teil des Gebäudes. Trotz vieler aufgetretener Hindernisse die erfolgreich bewältigt werden konnten und dank des Engagements des heutigen Besitzers, gelang es in einigen Monaten das Schloss komplett wiederaufzubauen.